Ratgeber · Wärmepumpe & Elektrik

Welche elektrischen Voraussetzungen braucht eine Wärmepumpe?

Verfasst von Marcel Posengis, Elektromeister Aktualisiert: Juni 2026 Lesezeit: 4 Min.
Kurz gesagt

Eine Wärmepumpe braucht einen eigenen, ausreichend dimensionierten Stromkreis (häufig mit 400-V-Anschluss), genügend Platz und Leistung im Zählerschrank und die Anmeldung beim Netzbetreiber als steuerbare Einrichtung nach §14a EnWG. Oft kommt ein separater Zähler für den Wärmepumpentarif hinzu. In älteren Häusern muss der Zählerschrank dafür meist modernisiert werden.

Die elektrische Checkliste

VoraussetzungWorum es geht
Eigener StromkreisDie Wärmepumpe bekommt einen separaten, passend abgesicherten Stromkreis – je nach Gerät einphasig oder als 400-V-Drehstrom.
Zählerschrank mit ReserveGenug Platz und Leistung für die zusätzliche Absicherung und die Steuereinrichtung. Ältere Schränke müssen oft erneuert werden.
§14a EnWG-SteuerungAnmeldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung – reduzierte Netzentgelte gegen kurzzeitige Steuerbarkeit.
Anmeldung beim NetzbetreiberÜbernimmt der eingetragene Elektrofachbetrieb vor der Inbetriebnahme.
Ggf. separater ZählerFür einen vergünstigten Wärmepumpentarif kann ein eigener Zählerplatz sinnvoll sein.

Wer macht was: Heizungsbauer und Elektriker

Eine wichtige Klarstellung, weil hier oft Verwirrung herrscht: Die Wärmepumpe selbst – Auslegung, Gerät, Hydraulik und Heizungsseite – plant und liefert der Heizungsbauer. Die Elektrik drumherum – passender Stromkreis, Anpassung des Zählerschranks, Anschluss und Anmeldung beim Netzbetreiber – übernimmt der Elektrofachbetrieb. Beide Gewerke stimmen sich ab, damit am End alles zusammenpasst. Genau diesen elektrischen Teil übernehmen wir.

Warum der Zählerschrank so oft das Thema ist

In vielen Bestandshäusern ist der Zählerschrank Jahrzehnte alt – ausgelegt auf die Anforderungen von damals. Eine Wärmepumpe (und oft gleichzeitig eine Wallbox oder PV-Anlage) bringt neue Last und braucht Platz für die Steuereinrichtung. Reicht der vorhandene Schrank nicht, modernisieren wir ihn so, dass er zukunftssicher für alle geplanten Verbraucher ausgelegt ist.

Tipp: Planen Sie Wärmepumpe, Wallbox und PV möglichst gemeinsam. Wird der Zählerschrank ohnehin angefasst, lässt sich alles in einem Zug zukunftssicher vorbereiten – das spart später Aufwand und Kosten.

So gehen wir vor

  1. Bestand prüfen. Wir schauen uns Zählerschrank, Hausanschluss und vorhandene Reserven an.
  2. Konzept abstimmen. Mit dem Heizungsbauer klären wir Leistung und Anschlussart der Wärmepumpe.
  3. Vorbereiten. Stromkreis einrichten, Zählerschrank ggf. modernisieren, Steuereinrichtung vorsehen.
  4. Anmelden & anschließen. Anmeldung beim Netzbetreiber, Anschluss und Inbetriebsetzung.

Häufige Fragen

Heizungsbauer oder Elektriker – wer macht die Elektrik?

Die Wärmepumpe selbst plant und liefert der Heizungsbauer. Stromkreis, Zählerschrank, Anschluss und Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt der Elektrofachbetrieb. Beide stimmen sich ab.

Muss die Wärmepumpe angemeldet werden?

Ja, als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG beim Netzbetreiber. Im Gegenzug profitieren Sie von reduzierten Netzentgelten; die Leistung darf in Spitzenzeiten kurzzeitig gesteuert werden.

Braucht jede Wärmepumpe Starkstrom?

Viele Wärmepumpen werden mit 400-V-Drehstrom angeschlossen, manche kleineren Geräte einphasig. Welcher Anschluss nötig ist, hängt vom konkreten Gerät ab – das klären wir mit dem Heizungsbauer.

Wärmepumpe geplant? Wir machen die Elektrik startklar.

Elektromeisterbetrieb für Köln und Umgebung – Stromkreis, Zählerschrank und Anmeldung aus einer Hand.